#132 Irgendwas mit Vorsätzen

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00:00:00: Inken

00:00:01: und Aloe.

00:00:03: Ja,

00:00:04: die haben

00:00:04: da Betämen.

00:00:06: Inken und Aloe.

00:00:08: Was dich

00:00:09: bewegt.

00:00:10: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Was dich bewegt.

00:00:14: Herzlich willkommen im neuen Jahr, zwanzig, zwei, sechs.

00:00:18: Here we come.

00:00:19: Schön, dass ihr da seid.

00:00:20: Schön, dass ihr Lust habt, uns zuzuhören.

00:00:23: Das war ja mal krass improvisiert.

00:00:26: kurz.

00:00:27: Frohes neues Jahr!

00:00:28: Gefreesteilt, ich habe die Worte ein bisschen anders gesagt.

00:00:30: Toll!

00:00:32: Man

00:00:32: könnte mal nicht lesen, so was tue ich aber nicht, sondern das ist schon soweit auf Rückenmarksebene.

00:00:36: Man könnte auch glauben, dass man sich darüber vorher Gedanken macht, aber das machen wir auch

00:00:41: nicht.

00:00:42: Das hätte man auch meinen können.

00:00:44: Also frohes neues Jahr!

00:00:45: Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Zeit, seid gut reingekommen, habt Silvestre überlebt, habt euch nicht den Nacken zugezogen und seid schon im neuen Jahr angekommen.

00:00:54: Ich noch nicht.

00:00:55: Ich habe gestern noch um um zwanzig geschrieben.

00:00:56: Hast du?

00:00:57: Ja.

00:00:58: Ach komm.

00:00:59: Ja, aber es ist ja auch schon der sechste.

00:01:03: Korrekt.

00:01:03: Das ist ja schon eigentlich eine ganze Woche.

00:01:05: Ja.

00:01:05: Das ist richtig crazy.

00:01:06: Ich habe jetzt einen Tag gearbeitet.

00:01:07: Ich schreibe ja normalerweise keine Daten außer bei der Arbeit, wenn ich ein Trainingsplan schreibe und dann habe ich da, was war das?

00:01:13: Fünfter erster, um zwanzig.

00:01:14: Und dann ist er, ah nee.

00:01:16: Ah nee.

00:01:17: Huberlach.

00:01:19: Ja, das lag daran, dass du versürzt warst, weil du gestern den ersten Tag andere Arbeitszeiten gearbeitet hast.

00:01:24: Ja,

00:01:24: das war irre.

00:01:25: Das war ganz was irre.

00:01:26: Wir haben meine Zeiten umgestellt.

00:01:29: Ich arbeite seit... ...dreißig Jahren, keine Ahnung.

00:01:32: Im Prinzip, oder Lebe, seit dreißig Jahren im Prinzip in dem Rhythmus, dass ich um zehn oder um neun Anfangen zu arbeiten.

00:01:39: Nee, stimmt nicht, um zehn Anfangen zu arbeiten.

00:01:41: Nein,

00:01:41: das machst du erst seit drei Jahren.

00:01:43: Früher hast du angefangen um...

00:01:46: um sieben, acht, genau, dann eine sehr lange Mittagspause mache und dann jeden Tag arbeite noch mal von siebzehn bis zwanzig oder so, einfach weil ich ja Personal Trainer bin, ich bin ja Personal Trainer und deswegen meine Arbeitszeiten.

00:01:56: Und die

00:01:57: dann arbeiten, wenn andere nicht arbeiten.

00:01:59: Außerhalb der Arbeitszeiten anderer liegen, korrekt, genau.

00:02:01: Und wir haben das jetzt umgestellt dieses Jahr, sodass ich etwas normalere Arbeitszeiten habe.

00:02:10: Also Arbeitszeiten, die bedeuten, dass ich nicht mehr so oft so lange arbeite.

00:02:14: Und das bedeutet natürlich, dass ich erstens früher bei der Arbeit bin und zwar ins eine etwas kürzere Pause hab und ich war richtig hektisch gestern.

00:02:24: Aber es war auch so, dass ich dann gestern um siebzehn Uhr zu Hause war und so ein Gefühl hatte von den Halbtags.

00:02:32: Ja, und

00:02:32: das war,

00:02:33: das ist tatsächlich, weiß ich nicht, das kann ich mich nicht daran erinnern, dass du jemals so früh zu Hause warst.

00:02:38: Genau.

00:02:39: Das kommt einfach nicht vor.

00:02:41: Ja.

00:02:41: Und das war schon irre und ich glaube, dass das ... wahrscheinlich mir doch nicht so gut tut, wie ich dachte, ... ... über die letzten Jahre.

00:02:49: Das bis sagen, dass man sich Uhr zu arbeiten?

00:02:51: Nein.

00:02:51: Komisch.

00:02:52: Und es ist jetzt nicht so, dass es nicht mehr vorkommen wird, ... ... aber nicht mehr jeden Tag.

00:02:56: Und ich glaube, das wird ... ... was machen.

00:02:59: Einfach nur, wenn man auf den normalen ... ... Cortisolrhythmus guckt, dann ... ... widerspricht das dem schon sehr.

00:03:04: Zumindest ist es mal auszuprobieren.

00:03:06: Das ist ja wichtig.

00:03:07: Da ging es in meinen Coachings in den letzten ... ... Wochen drum.

00:03:14: Häufig, immer wieder eigentlich, dass wir irgendwie denken, dass wir bevor wir etwas machen, wissen müssen, wie es ausgeht.

00:03:26: Also um eine Entscheidung zu treffen, das Gefühl zu haben, dass wir uns vorher sicher sein müssen.

00:03:32: Ich glaube, das ist so ein gesellschaftliches Ding.

00:03:35: Du kannst dich nicht umentscheiden.

00:03:37: oder du musst dich entscheiden und dann kannst du nicht was Neues machen oder du musst mal konsequent irgendwas durchziehen oder so.

00:03:45: Das sind alles so Sätze, die dazu führen, dass Menschen in totale Panik geraten, weil man ja wirklich sagen muss, das ist nicht möglich.

00:03:53: Unser Gehirn... ist nicht in der Lage dazu, etwas, was wir noch nicht erlebt haben oder noch nie erlebt haben, wo wir keine Erfahrung haben, was nicht fühlbar war, zu beurteilen.

00:04:07: Können wir nicht, weil dazwischen ist immer... Ich hab

00:04:10: mich jetzt dafür entschieden und so muss es jetzt sein und dann halt auch, kenne ich das auch, sowohl für mich als auch von anderen dieses, das dann so lange zu verteidigen, bis es wirklich gar keinen Sinn mehr macht, anstatt zu sagen, okay, ich hab mich dafür entschieden, war falsch, war nix, muss ich jetzt anders machen.

00:04:24: Nee, aber ich spreche im Vorhinein.

00:04:26: Ach, im Vorhinein.

00:04:27: Genau,

00:04:27: ich kann die Entscheidung nicht treffen, weil ich nicht weiß, wie es sein wird.

00:04:34: Und ich habe solche Angst davor, dass es mir nicht gefällt.

00:04:38: dann und ich kann mich dann nicht wieder umentscheiden, dass ich es vorher nicht entscheide.

00:04:44: Okay, ich glaube, dafür habe ich einfach zu viele ADHS, das Problem.

00:04:47: Ich habe wirklich eine Menge Probleme, aber ich glaube, das eine Problem habe ich tatsächlich nicht.

00:04:51: Dass du Schleifendrehst davor?

00:04:53: Ich

00:04:53: drehe eine Menge Schleifen, aber ich mache und dann geht es schief.

00:04:58: Ah, okay.

00:04:59: Ja, ja, ja.

00:05:02: Genau.

00:05:02: Aber viele Menschen bleiben in der Situation, weil sie sagen, ich kann nicht vorher sehen, was passieren wird.

00:05:14: Und ich weiß nicht, ob das richtig ist.

00:05:16: Und ich wollte noch mal ganz deutlich sagen, also passt auch ein bisschen zu unserem Thema, aber ich wollte schon mal ganz deutlich sagen, das kann keiner.

00:05:23: Wir denken, dass Menschen das können und wir haben auch das Gefühl, wir müssten das, aber wir können das nicht.

00:05:29: Das ist

00:05:30: etwas, was unser Gehirn nicht kann.

00:05:32: Wenn ich etwas anfange zu erleben und zu erfühlen, Dann habe ich, dann kriege ich das verankert und dann kann ich mich, dann habe ich diese neuronale Bahn geknüpft sozusagen und dann habe ich es im unbewussten verankert und dann kann ich darauf zurückgreifen.

00:05:46: Dann ist das ein Erlebnis und Ereignis, was abgespeichert ist und dann kann ich auf diese Erfahrung zurückgreifen.

00:05:53: Aber wenn es etwas ist, was ich noch nie gemacht habe, dann kann ich das nicht wissen.

00:05:58: Und das Gute ist, wir können alles im Leben ausprobieren, alles außer Kinder kriegen.

00:06:04: Stimmt.

00:06:06: Da geht es wenig rückwärts.

00:06:08: Und das

00:06:08: ist ein Riesenproblem.

00:06:09: und interessanterweise war in diesem Fragebatten heute zum Thema Vorsätze und Manifestieren und wie plan ich das nächste Jahr?

00:06:16: oder warum finde ich Vorsätze eigentlich so beschissen oder keine Ahnung, warum nervt mich das Thema?

00:06:22: und so weiter.

00:06:25: Alle möglichen Aspekte zu diesem Thema und witzigerweise waren zwischendrin auch so ein paar Fragen, die eigentlich gar nichts mit dem Thema zu tun hatten, glaube ich, einfach weil es ein Frage-Button war.

00:06:34: Und zweimal, glaube ich, oder sogar dreimal kam die Frage, wie kann ich wissen, ob ich Kinder haben möchte?

00:06:42: Was ist mit meinem Kinderwunsch?

00:06:43: Und es ist so, wir können das nicht entscheiden.

00:06:48: weil wir nicht wissen, wie es sein wird.

00:06:51: Es gibt keine Erfahrung, auf die wir zurückgreifen können.

00:06:54: Und es ist nicht vorgesehen, dass wir es entscheiden.

00:06:59: Bis vor hundert Jahren, nee weniger wahrscheinlich, konnten wir es nicht entscheiden, sondern jemandes, die Natur, unser Körper, irgendwas hat entschieden.

00:07:12: ob das klappt oder nicht, weil wir nicht verhüten konnten.

00:07:14: Wir können es nicht entscheiden und ich habe so viele Menschen bei mir, das ist eigentlich noch mal ein Thema für eine andere Folge, ich habe so viele Menschen bei mir sitzen, die sagen, ich weiß nicht, was ich entscheiden soll, weil ich nicht weiß, ob ich Kinder haben möchte und ich kann das zu

00:07:29: hundert

00:07:29: Prozent nachvollziehen.

00:07:31: weil es nicht zuentscheiden ist.

00:07:34: Es ist etwas, was in der Zukunft liegt.

00:07:36: Und ich kann, wir sind nicht in der Lage, das zu entscheiden.

00:07:40: Wir haben bestimmt Prägung, wir haben transgenerationale Übertragung, wir haben gesellschaftliche Vorstellungen.

00:07:46: Wir haben alle das auch.

00:07:48: Also jede einzelne Person hat unterschiedliche Vorstellungen, Ideen und so weiter.

00:07:53: Ja, genau.

00:07:53: Und das haben wir alles.

00:07:55: Insofern gibt es bestimmt Menschen, die sagen, ja, ja, ich weiß, dass ich das möchte.

00:07:59: Aber das ist, also Wissen tut es niemand.

00:08:03: Genau, das ist halt einfach so eine, eins von den Dingen, die in der Zukunft liegen, die wir nicht wissen können.

00:08:12: Ja, Guna.

00:08:13: Also das passt ein kleines bisschen zu dem Thema von heute, weil auch da Dinge in der Zukunft liegen.

00:08:21: Was ist denn das Thema

00:08:21: von heute?

00:08:23: Ja, ich hab das nicht so ganz eng gehalten, sondern ich hab auf meinem Instagram-Kanal gesagt, okay, ich würde gerne über das Thema Vorsätze, das neue Jahr, so was wie Manifestieren, vielleicht Visionsarbeit oder so.

00:08:39: Also alles, was damit zu tun hat, was so jetzt herumschwört, Raunächte, keine Ahnung, was jetzt auf Instagram herumschwört, was man so zum neuen Jahr so machen sollte.

00:08:52: Muss ich wissen, was Raunechte sind oder will ich gar nicht wissen?

00:08:56: Nee, ich glaube, du möchtest das gar nicht

00:08:58: wissen.

00:08:58: Okay, dann, okay,

00:08:59: weiter.

00:08:59: Ja, aber eigentlich ist es, es ist gar nicht so schlecht, sondern es ist einfach ein ritualisiertes, eine ritualisierte Reflektion und Vorschau sozusagen aufs alte Jahr schauen, es verabschieden und dann aufs neue Jahr, aufs neue Jahr planen.

00:09:18: Und es ist so, es ist ritualisiert, weil an dem Ich habe es noch nie gemacht, aber ich kenne viele Menschen, die es machen.

00:09:26: an dem Abend habe ich, an dem Tag spreche ich darüber, da denke ich darüber nach und an dem Abend denke ich darüber nach, was mir wichtig sind.

00:09:37: und dann gibt es verschiedene Kategorien, glaube ich, an Themen, über die ich nachdenke.

00:09:42: und dann ist es auch noch so ein Loslassen, also ich glaube ich noch so, dass man die Wünsche oder die Vorstellung fürs nächste Jahr dann irgendwie verbrennt und ans Universum abgibt, das ist der Teil, den du nicht magst.

00:09:53: und dann gibt es einen Ein Wunsch, der übrig bleibt, um den man sich selber kümmern soll, sozusagen.

00:09:59: Also es ist einfach eine...

00:10:00: So vieles beschreibtsklingst du jetzt nicht unvernimmstig?

00:10:02: Nein, es ist total vernünftig.

00:10:04: Es ist einfach eine... Genau, es ist, glaube ich, ein uralter Brauch und es ist einfach ein ritualisiertes Reflektieren und dann planen fürs nächste Jahr.

00:10:13: Genau.

00:10:14: Und ich habe einen Frage-Button gemacht auf meinem Instagram-Kanal und da kam ganz viele... Antworten zu diesem Thema.

00:10:22: Und dann hatten wir eigentlich überlegt, das letzte Woche zu machen, so wegen Planung im nächsten Jahr.

00:10:27: Und ich glaube, im letzten Jahr haben wir eine Folge zu Vorsätzen gemacht.

00:10:31: Die waren vor allen Dingen sportlich ausgerichtet, glaube ich.

00:10:36: Also zu sagen, wie müssen

00:10:37: Ziele sein?

00:10:39: Wie müssen Design messbar und handelbar und genau.

00:10:45: Und dieses Thema auch von... was du vorhin auch in der Vorbereitung gesagt hattest, dass man will, dass der Weg das Ziel sein muss.

00:10:55: Also, dass man Lust haben muss auf das, was man tut und dann am Ende etwas damit erreicht.

00:11:02: Wie hast du das gesagt?

00:11:03: Ja, so würde ich es, glaube ich, nicht sagen.

00:11:04: Ah, okay.

00:11:05: Ja, witzig.

00:11:06: Ja, der Weg ist das Ziel, ist sozusagen, dass es so oft benutzt, dass das nicht mehr beschreibt, sondern es ist... Es sind zwei Sachen.

00:11:15: Einmal muss es sein, wenn ich so was sage, wie ich möchte gerne fitter werden.

00:11:19: Das funktioniert nicht, weil man muss klar definieren, was heißt fitter.

00:11:22: Das heißt, ich möchte gerne nicht hundert Watt auf dem Fahrrad treten können, sondern hundertfünfzig.

00:11:29: Sowas muss auch vermessbar sein.

00:11:31: Und was auch nicht funktioniert, ist ich möchte zehn Kilo abnehmen oder geil aussehen vor dem Spiegel oder keine Angst, sondern man muss eben die Mittel ... als Vorsatz haben.

00:11:42: Ich möchte jeden Tag morgens aufstehen ... ... und dreißig Minuten Gymnastik machen und ... ... Punkt.

00:11:48: Oder ich werde dreimal pro Woche aufs Archimeter gehen.

00:11:51: Oder ich werde so, dass man sozusagen den Weg als Ziel ... ... nicht, also genau.

00:11:55: Na ja, da ist es halt.

00:11:57: Den Weg als Ziel definieren heißt genau das und nicht ... ... das, was wir so landläufig meinen mit der Weg ist.

00:12:02: Das Ziel heißt ja so viel wie ... ... kümmer dich nicht drum, ob du ankommst oder ... ... manchmal heißt das auch so was wie Sauchegal.

00:12:07: Also du so, nein, nein.

00:12:09: Du musst den Weg definieren.

00:12:12: Und dann kommt das Ziel vielleicht raus, wenn du den richtigen Weg vorher gewählt hast.

00:12:17: Und es passieren Dinge auf dem Weg, die wichtig sind und relevant sind.

00:12:22: Genau.

00:12:22: Es werden Probleme auftauchen und es werden Ziele erreicht werden, die außerhalb waren.

00:12:27: Aber das, was du definieren musst, ist, ich werde das und das tun.

00:12:31: Punkt.

00:12:32: Und was dann passiert, wirst du dann sieben Kilo abnehmen oder drei Kilometer Muskelmasse aufbauen, kannst du nicht definieren, so funktioniert es nicht.

00:12:39: Ja und eigentlich ist es ja so ein bisschen in dem Gedanken bleiben.

00:12:44: Sozusagen wollten wir heute über so persönliche Ziele oder Lebensthemen oder wie auch immer sprechen und nicht so sehr den Fokus richten auf die auf die Trainingsspezifischen.

00:12:57: Und ich was interessant war in diesem Frage-Button war, dass tatsächlich es so eine Fraktion gab, die richtig sauer geworden ist und die Böse kommentiert.

00:13:11: halt so nach dem Motto, ich verstehe überhaupt nicht, was das alles soll.

00:13:15: So ein Mist, Scheißvorsätze.

00:13:18: Und warum ist das so gehypt?

00:13:22: und so weiter?

00:13:24: Und ich glaube, also ich kann es zu hundert Prozent nachvollziehen.

00:13:27: Ich empfinde es ähnlich.

00:13:30: Aber ich glaube, ich empfinde es deshalb ähnlich, weil es so wahnsinnig frustriert.

00:13:35: Weil das Gefühl einfach ist, dass keiner so richtig versteht, also Vorsätze sind super wichtig und die Frage ist, wie ist die Definition von Vorsätzen, aber ich kann diese Wut total verstehen, weil das was wir lesen von Vorsätzen oder von Zielen oder Wünschen oder so ist ja im Prinzip in den sozialen Medien und das was man da liest ist halt immer performanceorientiert, ob jetzt Sport oder aufs Leben bezogen, aber es sind immer Vorsätze, die aus dem Ego kommen, also die aus dem Bewusstsein kommen und die sagen also ich will keine Ahnung was ich will viel reisen und ich will mehr Geld verdienen und ich will keine Ahnung was ein schickes Auto fahren und ich will so.

00:14:22: und das ist natürlich dieser Bereich von Vorsätzen wo man denkt, okay, es nervt.

00:14:27: Und natürlich sind Menschen auf unseren Accounts wahrscheinlich, die das eh nicht sehen, wie wir, dass wir das irgendwie, ja, blöd finden.

00:14:35: Und das passt so ein bisschen, glaube ich, auch dazu, warum Menschen auch bei Sport mittlerweile dabei sind.

00:14:41: Wobei es in den Mainstream-Medien trotzdem nur ums Abnehmung...

00:14:43: Eis kalt durchgezogen wird.

00:14:44: Eis kalt durchgezogen.

00:14:45: Keine

00:14:47: Gnade.

00:14:47: Keine Gnade, es geht nur ums Abnehmung

00:14:49: und

00:14:50: nur um...

00:14:51: Das Weihnachtsspecken muss weg.

00:14:52: Der Weihnachtsspecken muss weg.

00:14:54: New

00:14:56: Year, new me.

00:14:57: Genau.

00:14:57: Jetzt erst recht.

00:15:00: Und es ist so ein bisschen abgeschwächt, finde ich.

00:15:01: Also auf Instagram ist es auf jeden Fall so, dass Menschen, die so was schreiben, dann sagen, ja, ich weiß, das ist ja eigentlich blar, aber ich möchte trotzdem abnehmen.

00:15:10: Ja,

00:15:10: genau.

00:15:12: Also deshalb, ich kann diesen Frust total verstehen und... Also

00:15:16: einer ist natürlich das Zichtfache.

00:15:18: vorher gescheitert sein.

00:15:19: Weißt du, wenn du jetzt zwanzig Mal Gungs vorgenommen hast, sagst du beim einundzwanzigsten Mal nicht, okay, super, let's go, diesmal wird's klappen.

00:15:25: Also das ist natürlich... Naja,

00:15:26: ja, und ich finde auch, dass dieses, ich kann mich nicht daran erinnern.

00:15:30: Also weiß ich nicht, wahrscheinlich ist es so, dass ich mich dann einfach nur schlecht erinner.

00:15:34: Aber so vor zwanzig, dreißig Jahren hat da irgendjemand dich gefragt, was sind deine Neujahrsvorsätze?

00:15:40: Ich glaube schon, aber das ist nicht schon immer so, keine

00:15:43: Ahnung.

00:15:43: Ich weiß es nicht, weil mein Gefühl ist, dass das auch eine neue Sache ist, weil diese Vergleichbarkeit so krass geworden ist im Sinne von, ja, ich sehe, du fliegst Business Class nach Dubai.

00:15:56: Und ich habe eben das Gefühl, du wohnst eigentlich in meiner Hosentasche und deshalb habe ich jetzt das Gefühl, mein Ziel ist,

00:16:01: ich möchte Business

00:16:03: Class nach Dubai.

00:16:03: Ich weiß nicht.

00:16:04: Also mein Gefühl ist schon, dass sich das schon krass verändert hat.

00:16:08: Also ich kann mich nicht daran erinnern, so mit achtzehn, weiß ich nicht, neunzehn, als wir Abi gemacht haben oder so, da ist ja nicht jemand, Silvester hat dann gesagt, wir haben angestoßen und dann hat einer gesagt, was sind deine Ziele fürs neue Jahr?

00:16:20: Ne, weiß ich nicht, also kann ich mich irgendwie nicht daran erinnern.

00:16:24: In meiner Klege war das nicht so.

00:16:26: Also, warum es super wichtig ist und das muss überhaupt nicht zum neuen Jahr sein, sondern man kann das auch zu irgendeinem anderen markanten Tag machen.

00:16:40: Vielleicht immer zusammen Geburtstag oder was weiß ich.

00:16:43: Oder wenn man ins Coaching kommt.

00:16:46: Der Grund warum es wichtig ist, dass man weiß wohin man geht.

00:16:52: ist, wenn man nicht weiß, wohin man geht, dann kann man nicht ankommen.

00:16:57: Also das jetzt für Vorsätze quasi?

00:17:01: Genau, ich bin für Vorsätze.

00:17:02: Du bist für Vorsätze.

00:17:02: Auf jeden Fall.

00:17:03: Die Frage ist, für welche?

00:17:04: Also ich würde es nicht Vorsätze nennen, aber das ist ja der Grund, warum

00:17:07: wir heute die Frage machen.

00:17:07: Oder vielleicht einfach nur nicht Neujahrs-Vorsätze, also etwas, was man

00:17:11: sich von Ziele hat.

00:17:12: Aber ich finde, das wollen Vorsätze auch nicht.

00:17:13: gut, genau.

00:17:14: Also ich würde es ja auch nicht unbedingt Ziele nennen, sondern ich nenne es ja, also im Coating nenne ich es Flöcke.

00:17:22: Wie bitte?

00:17:23: Ja, genau.

00:17:23: Weil ich habe das nämlich dann gegoogelt und dachte, ich sage immer ein Flocken.

00:17:29: Aber das stimmt überhaupt nicht.

00:17:30: Das ist, glaube ich, gar kein deutsches Wort.

00:17:31: Ich weiß gar nicht, warum ich das benutze.

00:17:33: Flocken.

00:17:33: Weil eigentlich ist das ja ein Pfahl, ne?

00:17:36: Wenn ich eine Weide mache,

00:17:37: wo ich so... Und dann wird das eingeflockt.

00:17:40: Dann wird das eingeflockt.

00:17:41: Ein Pfahl, der wird... Ich weiß, dass ich das immer sage.

00:17:49: Aber irgendwie, als ich dann in Vorbereitung auf heute hatte, hatte ich dann plötzlich ein komisches Gefühl zu dem Wort und dann habe ich, ich sag immer ein Flocken.

00:17:57: Ich glaube, vielleicht kann mir einer schreiben, woher ich das zu sagen gemacht habe.

00:18:00: Ich glaube, es ist,

00:18:01: wenn überhaupt, Flocken, aber ich bin mir auch nicht sicher, weil ich habe noch nie eine Weide eingedenkt.

00:18:07: Ja, und das heißt auch Fahl.

00:18:09: Eingepfalt.

00:18:10: Fall.

00:18:10: Okay, aber also...

00:18:12: Ja, ist auch egal.

00:18:12: Ich

00:18:13: weiß, was du meinst.

00:18:13: Das heißt, man braucht irgendwelche Fixpunkte oder so.

00:18:16: Ja, so Markierung.

00:18:18: Genau.

00:18:19: Okay.

00:18:19: Wenn ich... Also, das ist ja ein total... Eigentlich total logisch.

00:18:23: Du hast vor Jahren mal eine Postkarte geschickt gekriegt, die hieß...

00:18:28: You aim at nothing, you hit it every time.

00:18:31: You aim at nothing, you hit it every time.

00:18:33: Ist das umgekehrt von... Wenn ich nicht weiß, wo ich hingehe, komme ich nicht an.

00:18:38: Ja.

00:18:38: Und das... Der Grund, warum wir uns alle furchtbar gehetzt und gestresst und wie im Hamsterrad fühlen, ist, dass wir nicht wissen, wo wir hingehen und deshalb nicht ankommen.

00:18:56: Das heißt, es ist eine Beschleunigung unseres Hamsterrats, weil wir immer weiter und immer weiter und immer weiter drehen, weil sich ja nie das Gefühl ein Weil nie dieses Gefühl einsetzt von, ah, jetzt bin ich angekommen.

00:19:14: Ah, jetzt kann ich mal einen Moment Pause machen.

00:19:17: Und deshalb fühlt sich auch Pause machen, so furchtbar an.

00:19:20: Weil du nicht angekommen

00:19:21: bist.

00:19:21: Weil ich nirgends wo bin, sondern ich bin, ich habe im Hamsterrad gedreht und mit aller Gewalt muss ich jetzt dieses Hamsterrad stoppen und dann mache ich kurz eine Pause und atme durch und dann lass ich das Hamsterrad wieder drehen.

00:19:34: Wenn ich also zum Beispiel, wir kennen das, weshalb wir kleine Tätigkeiten häufig, die wir mit den Händen tun, so gerne mögen oder viele Menschen erzählen mir das und sagen, ja, das war so befriedigend.

00:19:48: Ich habe aufgeräumt und das hat sich so befriedigend angefühlt.

00:19:52: Wir

00:19:52: haben im Studio sehr viele Menschen, die da Bleistäfte benutzen.

00:19:56: Wir haben so einen elektrischen Bleistäftsspitzer.

00:19:58: Es gibt wenig Dinge, die mir so viel Befriedigung verschaffen.

00:20:00: zehn, fünfzehn, fünfzehn Bleistifte in dieses Ding und dann stellt es hin und dann sind alle Bleistifte gespitzt und es ist fertig.

00:20:08: Kein Bleistift mehr zu spitzen.

00:20:10: Geschafft.

00:20:10: ... die Funktionalität unseres Gehirns ist.

00:20:15: Wir mögen das.

00:20:17: Wir mögen wissen, das ist der Anfang, ... ... jetzt ist es der Weg ... ... und dann ist es das Ende.

00:20:22: Genauso wie ... ... kann ich nicht mehr ... ... ein Bad sauber machen oder so.

00:20:26: Es wird jetzt bestimmt ... ... tausende Leute geben, die sagen, ... ... ich hasse aber Badpuppen.

00:20:28: Ja, versteht.

00:20:28: Aber fertig.

00:20:29: Also Hacken machen, ist geil.

00:20:30: Aber

00:20:30: fertig.

00:20:31: Genau.

00:20:31: Und deshalb ist auch diese Obsession ... ... mit Tudulisten so hoch.

00:20:35: Weil ich für die ... ... die Tudulisten hauptsätzlich dafür, ... ... dass ich den Moment habe, ... ... dass ich irgendwann sagen kann, ... Ich habe es erledigt, dann kann ich das durchstreichen und dann gibt mir das ein Dopaminhit.

00:20:46: Und das ist der Grund...

00:20:48: Aber ein, den ich mehr arbeitete, ein guter und richtiger.

00:20:50: So soll es sein.

00:20:51: Ja, genau.

00:20:53: Aber das ist einfach Funktionsweise unseres Gehirns.

00:20:56: Und deshalb ist es so wichtig, dass wir Markierungen setzen.

00:21:02: Wir müssen das nicht Vorsetzer nennen, wir müssen das nicht Ziele nennen.

00:21:05: Es ist übrigens auch vollkommen irrelevant, sozusagen wie... Also dieses Ganze, das Ziel muss groß sein, damit ich viel erreiche oder so.

00:21:14: Da glaube ich überhaupt gar nicht dran.

00:21:17: Aber es ist erstmal grundsätzlich wichtig, dass wir Markierungen haben, damit wir sagen können, ach guck mal, hier hat die Markierung angefangen.

00:21:28: Also zum Beispiel, wenn wir jetzt das Jahr reflektieren und sagen, okay, es gibt fünf Markierungen, die ich gesetzt habe, nämlich ich habe mich jeden Tag zehn von zehn gestresst gefühlt und jetzt fühle ich mich nur noch acht von zehn gestresst.

00:21:50: Das wäre so etwas, wo ich zurückgucken kann und sagen, die Markierung war und dann muss man sich das überlegen, wie man Und da gibt es meines Erachtens kein richtig und kein falsch, sondern das ist was, was man subjektiv anschauen muss und sagen, wie war das Anfang des Jahres?

00:22:09: Also, das ist jetzt ein Beispiel mit diesem gestresst sein, weil das eine von meinen Markierungen war.

00:22:15: Und an einem Alltag, der sozusagen an einem normalen Arbeitstag, habe ich mich zehn von zehn gestresst gefühlt und jetzt fühle ich mich acht von zehn gestresst, sieben von zehn gestresst.

00:22:25: Naja, irgendwas, wo man ankommen halt.

00:22:27: Ich habe es geschafft, mich nur noch acht von zehn gestresst zu

00:22:29: fühlen.

00:22:29: Genau.

00:22:29: Und da ist es egal, ob es auf zwei von zehn runter gegangen ist oder nur auf acht von zehn.

00:22:37: Es geht darum, dass ich mir... bewusst machen muss und dafür brauche ich eine Markierung, weil sonst weiß ich nicht mit was ich mich vergleiche.

00:22:48: und dann kann dann kann ich mir selber sozusagen diesen Dopamin Hit geben und kann sagen, ah guck mal, das hast du geschafft.

00:22:56: Und das funktioniert, wenn man sozusagen zurückblickt.

00:23:00: Ich habe das auf Instagram, glaube ich, habe ich das gesagt.

00:23:04: dass man zum Beispiel seine Fotogalerie durchgehen kann oder so.

00:23:08: Und dann sagen zum Beispiel, ich such mir ein Foto aus für das ganze Jahr, immer pro Monat.

00:23:16: Und das ist irgendetwas... wo ich sage, das ist ein Fall, den ich einflocke.

00:23:22: Also das war was besonders Schönes oder das war was besonders Aufregendes oder das war vielleicht auch was besonders Trauriges.

00:23:30: Es geht nicht darum, dass das nur positive Dinge sind, sondern es geht darum, dass es was ist, was ich verankern kann und erinnern kann.

00:23:39: Und da kommen wir wieder auf das, was ich eingangs gesagt habe, dass sollte einen unbewussten Anteil haben, deshalb das Gefühl.

00:23:46: Also es ist viel einfacher, wenn es etwas ist, was sich mit einem Gefühl verbinde, als wenn ich das nur aus dem Ego mache.

00:23:52: Wenn ich sage, ja, ich habe in diesem Jahr erreicht, keine Ahnung, so und so viel mehr Geld, so und so viel mehr Urlaube und so und so viel mehr Blar.

00:24:02: So kann ich auch reflektieren.

00:24:04: Aber das ist nichts, was wir verankern können, sondern das kommt eben nur aus dem Bewusstsein und das gibt... selten Dopaminkick.

00:24:11: Manchmal gibt es das auch einen Dopaminkick, aber meistens gibt es den Dopaminkick eher, wenn ich es schaffe, sozusagen mehr unbewussten Anteil mitzunehmen.

00:24:20: Also mir erscheint das wichtig, was du sagst, aber ich glaube, ich habe es noch nicht ganz.

00:24:25: Also, wie kriegst denn hin, Ziele, Flockungen, wie du es nennst, zu wählen, die nicht aus dem Ego kommen?

00:24:37: Ja, genau.

00:24:37: Also das, was ich jetzt gesagt habe, war ja Rückblickend.

00:24:39: Wir können ja mal vor, wir können ja mal vorblickend machen.

00:24:43: Also Rückblickend verstehe ich.

00:24:44: Das passiert ja.

00:24:45: Oder ich komme an oder was auch immer.

00:24:47: Genau.

00:24:48: Also vor, genau.

00:24:50: Und vorblickend ist sozusagen, ist das schwierige.

00:24:54: Deshalb habe ich mit Rückblickend angefangen.

00:24:56: Also du hast das...

00:24:57: Da habe ich genau die Frage gestellt, die du mir in den Mund gerichtet hast.

00:25:01: Ich fühle mich manipuliert.

00:25:04: Du hast das sehr schlau gefragt.

00:25:05: Also das Schwierige daran, unbewusste Anteile mitzunehmen, wenn wir vorblickend uns Zieleflöcke, wie auch immer, suchen, ist genau das, was ich eben beschrieben habe bei dem Kinderkriegen, nämlich... Unser Gehirn kann Zukunft im Prinzip nicht, weil zwischen jetzt und der Zukunft, die wir nicht kennen, liegt immer Angst.

00:25:35: Und manche Leute empfinden das Dollar und manche Leute empfinden das weniger doll.

00:25:39: Aber grundsätzlich ist es mal so, dass wir das eigentlich nicht können.

00:25:45: Und deshalb ist sich immer problematisch anfühlt, entweder fake, Also so nach dem Motto, ich mach jetzt mein Haus, mein Auto, meine Yacht, mein Blablabla.

00:25:55: Oder es ist so, das ist total... Ich hab da gar keine Idee.

00:26:01: Sag mal, wo siehst du dich in einem Jahr?

00:26:03: Diese Frage, die man oft in Bewerbungsgesprächen gestellt hat, so was für eine Scheißfrage.

00:26:07: Was weiß ich, wo ich mich in einem Jahr sehe?

00:26:10: Also es gibt eigentlich immer nur so diese beiden Extreme.

00:26:13: Weil grundsätzlich biochemisch sind wir nicht wirklich dazu in der Lage, das zu planen.

00:26:20: Und deshalb ist ein richtig, richtig guter Tipp dafür, dass wir, um diese Angst zu umgehen, weil ja der unbewusste Anteil hinter der Angst liegt, wenn wir uns vorstellen, wie die Bewusstsebene aufgebaut sind, muss ich hinter die Angst kommen, um zu fühlen, was ich unbewusst wirklich will, ein Trick... Dafür ist Zeit.

00:26:45: Wenn ich für morgen ein Ziel setzen muss, kann ich das meistens nicht, weil es mir riesengroße Angst macht.

00:26:55: Ich muss morgen einen Viertausend Meter Berg hochsteigen.

00:27:02: Also diese achten-achtigste Geburtstag-Logik so ein bisschen?

00:27:04: Genau.

00:27:05: Was ist in zehn Jahren, kann ich in zehn Jahren ein Berg besteigen, der Viertausend Meter hoch ist?

00:27:12: Wahrscheinlich schon, muss ich halt trainieren.

00:27:14: Okay, muss ich mir einen Plan machen, da muss ich planen, wo will ich das, in welchem Land, bla bla bla.

00:27:18: Also es nimmt Angst, wenn ich zwischen mich und die Erreichung sozusagen Zeit packe.

00:27:27: Und das ermöglicht mir, dass ich dahin gucke, was, also was hinter der Angst ist sozusagen und hinter der Angst ist der unbewusste Anteil.

00:27:38: Also...

00:27:40: Der Satz war auch wichtig, ne?

00:27:41: Hinter der Angst ist der unbewusste Anteil.

00:27:43: Ja.

00:27:44: Ja, der ist auch wichtig.

00:27:45: Kann

00:27:46: man ein Lied drauf machen, vielleicht?

00:27:47: Oder ein Gedicht oder so?

00:27:49: Also, deshalb ist es super wichtig, wenn ich etwas, wenn ich mir überlege, sozusagen, also wenn ich jetzt da sitze und sage, so, ich will jetzt für sechsundzwanzig mir ... ... Dinge einflocken.

00:28:02: Oder wie auch immer das heißt.

00:28:05: Und mir das

00:28:06: Angst macht.

00:28:07: Einflocken

00:28:07: ist ein neues Wort.

00:28:09: Genau wie das Ei, ist auch kein Ei.

00:28:12: Genau, wenn ich das also für sechsundzwanzig machen will und das Gefühl habe, mir fällt da gar nichts ein und ich weiß eigentlich gar nicht was und irgendwie möchte ich es und ich habe so ein... ganz dunkles Gefühl, dass ich das irgendwie eigentlich möchte.

00:28:27: und vielleicht habe ich da auch mal so, wenn ich so ganz alleine nur mit mir bin, so ein paar Ideen, die mir da so einen Kopf kommen, aber dann bewerte ich die sofort und werte das sofort ab und sage so ein Quatsch, sowas darfst du nicht denken und das ist total anmaßen von dir oder das ist total gefährlich oder das ist, das ist völlig, völlig utopisch oder... Das ist unrealistisch.

00:28:48: Unrealistisch, genau.

00:28:50: Dann kannst du Zeit dazu geben und sagen, okay, was ist denn in fünf Jahren?

00:28:58: Was möchte ich denn in fünf Jahren?

00:29:00: Wie stelle ich mir das vor?

00:29:01: Das ist der erste Trick.

00:29:02: Also der erste Trick ist Zeit.

00:29:06: Der zweite Trick ist, sich Zeit nehmen, während man darüber nachdenkt.

00:29:13: Also wir sagen ja dann oft so im ... psychologisch, therapeutisch Coaching-Kontext Raum geben.

00:29:21: Hilft es sich in diesem Raum geben, Inspiration auf Instagram zu suchen?

00:29:25: Nein.

00:29:27: Man sollte, wenn

00:29:27: man sich

00:29:28: Raum gibt, mit sich selber sein.

00:29:33: Am besten, wenn einem richtig langweilig ist.

00:29:37: Am besten, wenn man in Bewegung ist.

00:29:40: Also die meisten Menschen können das richtig, richtig gut, wenn sie gehen, also zu Fuß gehen, spazieren gehen, einen langen Weg hinter sich legen.

00:29:50: Man kann natürlich auch meditieren, man kann bestimmt auch... Yoga machen oder weiß ich nicht, morgens zum Beispiel ein Tee-Ritual machen und sich raus setzen, na ja, bei Minusgraden und Schnee vielleicht schwierig, aber einfach in den Himmel gucken, im Wald spazieren, gehen gar nichts machen.

00:30:08: Genau

00:30:09: was, was gegen alle Angebote geht, die wir aktuell haben, weil der Reflex natürlich immer direkt den nächsten Input zu suchen, das heißt wir brauchen konkret lange Weile.

00:30:19: Genau, gar nicht.

00:30:19: Es muss

00:30:19: der Punkt kommen, wo man denkt, jetzt hängt es aber an, unbequem zu werden, so.

00:30:25: keine Pinterest-Boards, keine Instagram, keine Mood-Boards irgendwie in Canva erstellen, sondern mit sich selbst sein, sich selber Raum geben und... dann darüber nachdenken und fließen lassen und nicht bewerten.

00:30:44: Das ist so eine Technik wie, weiß ich nicht, im Marketing früher beim Brainstorming.

00:30:48: Keiner darf was sagen.

00:30:50: Das war natürlich die gleiche Idee.

00:30:52: Also ich komme an Kreativität nur ran, wenn ich wirklich frei assoziieren kann und einfach vor mich hin spinne, was ich mir da alles vorstelle.

00:31:03: Ich spreche

00:31:04: nicht,

00:31:04: also natürlich gibt es auch Menschen, die sagen, ich will für schneller weiter und will noch das und will das und will, weiß ich, nicht Länder bereisen und will ein Unternehmen gründen und will die Welt verändern.

00:31:16: Natürlich gibt es das auch und auch das wäre etwas, was man... sich dann in so einem Moment zugestehen kann, dem Raum geben, darüber nachdenken.

00:31:26: Aber das können auch ganz kleine Sachen sein.

00:31:28: Also das muss jetzt, das klingt jetzt so wie, wo will ich in fünf Jahren sein?

00:31:32: Klingt, hat auch wieder, nur wenn ich es sage, etwas von diesen Performance-Gedanken und es ist totaler Quatsch.

00:31:39: Das können Dinge sein, die für mich wichtig sind, so etwas wie, keine Ahnung, was ich will, mir fehlen Freundschaften, ich möchte gerne wieder mehr unter Menschen gehen oder so etwas wie, ich würde so wahnsinnig gerne wieder, weiß ich nicht, mit dem Tanzen anfangen, weil ich vor Jahren mal getanzt habe und ich trau mich aber nicht.

00:32:02: Also diese Dinge, die nur mit mir zu tun haben oder auch Kleinigkeiten in der Partnerschaft oder in der Paarbeziehung oder in der Beziehung mit den Kindern oder wie auch immer, also es geht nicht um... mein Haus, mein Auto, meine Yacht, sondern es geht darum, nach innen zu hören und zu sagen, okay, was sind die Dinge, die jetzt im Alltag vielleicht mich stressen, die mir schwerfallen, die dazu führen, dass ich am Ende eines Tages nicht sage in den meisten Pen, hey, es war ein schöner Tag.

00:32:39: So was, wie ich gesagt habe, eben, ich bin in einem normalen Arbeitstag, bin ich zehn von zehn gestresst.

00:32:46: Und ich würde gerne im Schnitt sechs von zehn gestresst sein oder wenigstens acht von zehn gestresst.

00:32:51: Ja,

00:32:51: und auf dem Level ist natürlich so, dass diese großen Ziele darauf gar nicht so viel einzahlen.

00:32:54: Also ob jetzt das eine oder das andere Auto vor der Tür steht, hat darauf ja gar nicht so viel Einfluss.

00:33:02: Nee, gar keinen.

00:33:03: Korrekt.

00:33:03: Ja.

00:33:04: Und ich glaube, dass das wichtig ist, dass eben wir verlernt haben, dass dieses Einflocken von Ich stelle jetzt einen Status quo fest und dann stelle ich mir vor, wie es sich anfühlt, wenn das anders ist sozusagen.

00:33:23: Das ist mir wichtig, dass ich möchte, dass ich das anders anfühlt.

00:33:27: Das wäre schon ein Fall einschlagen und dem eben Raum geben und nur dieser Prozess sich das bewusst zu machen.

00:33:38: ist schon der erste Schritt dahin, weil ich nämlich meinem Gehirn das Signal gebe, such danach.

00:33:47: Und das ist der zweite oder dritte super wichtige Gedanke, dass wir das Gehirn trainieren auf das, was es guckt.

00:33:56: Und ich habe diese Übung.

00:33:59: Also,

00:34:00: wir sagen... Also, ich weiß, genau, diese rote Sachengeschichte, ne?

00:34:04: Genau.

00:34:05: Das war so

00:34:05: geil.

00:34:05: Das war

00:34:07: eine Übung auf Instagram, wo ich in dem Video als Beispiel gesagt habe, ich mache jetzt einen Spazierang und suche rote Dinge.

00:34:17: Und dann habe ich ganz viele rote Dinge gefunden.

00:34:21: Und... In der Caption habe ich beschrieben,

00:34:24: dass

00:34:27: das nur ein Beispiel war zu erklären, wie das Gehirn funktioniert und dass ich mich darauf programmiere, was ich sehe.

00:34:37: Nämlich, wenn ich rote Dinge suche, finde ich rote Dinge.

00:34:40: Wenn ich blaue Dinge suche, finde ich blaue Dinge.

00:34:42: Und wenn ich grüne Dinge suche, finde ich grüne Dinge.

00:34:46: Und genau so ist das.

00:34:47: Wenn ich, so funktioniert das mit dem Dankbarkeits-Tagebuch, das ist ja auch so ein Trend.

00:34:52: Wenn ich Dinge suche... Und mein Gehirn darauf, programmiere Dinge zu finden, für die ich dankbar sein kann, dann finde ich Dinge, für die ich dankbar bin.

00:35:04: Und wenn ich Dinge suche, die mir schlechte Laune machen oder die mich stressen, dann finde ich die auch.

00:35:13: Also geht es einfach darum, zu nutzen, wie das Gehirn funktioniert und es so zu programmieren, dass es... mir am Ende dabei gut geht.

00:35:21: und das ist sozusagen die zweite Technik, denn das tue ich auch mit diesem Einflocken.

00:35:27: Also ich sage mir, ich denke darüber nach und sage okay, der Arbeits, so wie bei deinem Beispiel, das war ja jetzt ein langer Prozess.

00:35:38: Was sind die Dinge, was

00:35:40: deine Arbeitszeit an Umständung geht?

00:35:42: Also das war ein langer Prozess und es hat angefangen damit zu sagen, ich mache mir bewusst, wie ich mich im Schnitt an den meisten Arbeitstagen fühle und dann... Nur dadurch, dass wir angefangen haben, darüber zu sprechen, dem Raum zu geben und zu sagen, haben wir hingucken können, was eventuell dazu führen könnte, dass sich das verändert.

00:36:05: Und das passiert nicht von heute auf morgen, da braucht man einen Zeitraum, sozusagen der Zeit ist, weil ja wir hinterher kommen müssen.

00:36:13: Nur weil ich eine Erkenntnis hab, die vielleicht so ganz creepy irgendwo hinten in meinem Hinterkopf ist und dann denke ich so, oh ja, oh krass, ja das könnte sein.

00:36:22: dann macht mir das trotzdem erst mal Angst.

00:36:24: Und dann muss ich trotzdem erst mal vielleicht einen Moment durchatmen und darauf rumkauen und darüber nachdenken.

00:36:30: Und das sind Prozesse, die brauchen Zeit.

00:36:32: Der Grund, warum zwischen meinen Coaching-Sessions immer Wochen liegen.

00:36:37: Und das ist auch was, was wir so verlernt haben.

00:36:40: Wir haben dann so, ah, passiert mir total oft in den Coaching.

00:36:44: Sessions.

00:36:44: dann sagt ihr mal, ich habe jetzt die Erkenntnis, ja, was machen wir jetzt

00:36:47: da?

00:36:47: Ja genau, das bin ich dann.

00:36:49: Ja

00:36:49: genau, dann brauchen wir einen Moment Zeit und dann müssen wir uns bewusst machen, dass das so ist und dann müssen wir da mal hin fühlen.

00:36:59: und dann ist die erste Aufgabe darüber nachzudenken und das mitzunehmen und im Alltag zu spüren und dann zu sagen, guck mal, das ist wieder so eine Situation, wo das so ist.

00:37:12: Das ist wieder eine Situation, wo dieses Gefühl hochkommt oder wie auch immer.

00:37:20: Und das dann sozusagen zu beobachten ist... Ja,

00:37:23: das ist halt... Kannst du dich noch mal für unsere Zuhörerinnen anbieten, wie diese rote Dingerübung geht, was man macht?

00:37:30: Und ich finde das wirklich so eindrücklich, weil ich da gecheckt habe, wie krass meine eigenen Filter sind, weil ich auf einmal überschwemmt wurde von rotem Ding.

00:37:39: Ich hätte gesagt, in unserer Wohnung sind keine rote Dinger auf dem Weg zur Arbeit auch nicht.

00:37:42: Und also ich fand es wirklich so eindrücklich, dass ich dann angefangen habe nach dem Ding... selber Filter darauf zu bauen sozusagen.

00:37:51: Also nur wer das jetzt nicht gesehen hat auf Insta oder so, dass man das nochmal machen kann, weil das ist wirklich richtig krass.

00:37:57: Also genau, also eigentlich, ich glaube man kennt das Phänomen, das wenn irgendjemand einem was erzählt oder ja genau irgendwie so keine Ahnung was.

00:38:06: wir haben uns ein ... neues Auto gekauft, das ist ein Golf und ... ... dann sagt man, aha, den kenn ich gar nicht ... ... und dann zeigt einem jemand das Auto und dann sagt ... ... man, ah ja, das ist ja interessant, das ist ja ein neues Modell ... ... oder was heißt das, ich setze fiktive Situation ... ... und dann gehe ich los und dann sehe ich plötzlich nur noch das Auto ... ... und denke, ach ja krass, das ist ja überall, es gibt es ein Golf.

00:38:26: Und genau so ist diese, das war ein Wheel, da bin ich durch den Park ... ... gegangen, unten Richtung Alster ... ... und die ... Das Video war, ich gehe spazieren und suche rote Dinge.

00:38:42: Und wenn man den Blick darauf lenkt und sagt, ich suche rote Dinge, dann gibt es überall rote Dinge.

00:38:47: Also es fing damit an.

00:38:49: dass da tatsächlich ein Feuerwehrautostand ist.

00:38:52: Wie bestellt?

00:38:53: Was

00:38:55: richtig abgewahren war, weil da, ich weiß nicht, ich bin da wirklich hunderte Male in meinem Leben schon seitdem

00:39:00: gekommen.

00:39:01: Da war

00:39:01: kein Feuerwehr.

00:39:03: Auch schon die letzten dreißig Jahre.

00:39:05: Und da waren auch nie ein Feuerwehrwagen.

00:39:07: Und an dem Tag stand da ein Feuerwehrwagen.

00:39:09: Genau, dann war, ich glaube, das Zweite war an einer Parkbank ein Schild, wo jemand so drüber gesprochen hat.

00:39:18: Die Stadt hat das weggemacht, aber es war eben so ein Rest von Rot auf dieser Plakette, die auf dieser Bank war, zum Beispiel.

00:39:26: Genau, und dann sind wir, ich habe das mit Sylvie zusammen gemacht und sie hat mich gefilmt und wir haben wirklich hunderte rote Dinge gefunden, gefühlt in einem halben Quadrat.

00:39:41: die Grundlage sozusagen dieser Idee war, wenn ich meinem Gehirn sage, such das, dann findet es das.

00:39:53: Und wenn ich nach Dingen suche, die mich glücklich machen oder fröhlich machen, dann finde ich die.

00:40:02: Und man kann das, wenn man das trainieren will, auf jeden Fall einfacher machen mit Sachen die so sind, wie ich suche, rote Sachen zum Beispiel, weil alleine auch das mich davon ablenkt, das hat sozusagen noch so ein Side-Effekt, weil es eben auch dieses Schleifendenken durchbricht.

00:40:20: Also wenn ich mich darauf konzentriere, genau, wenn ich mich darauf konzentriere, irgendwas zu suchen,

00:40:25: ein spezifisches

00:40:27: zu suchen, dann komme ich selber auch aus diesem Schleifendenken, wo wir ja häufig im Alltag sind, weil wir im Bewusstsein sind.

00:40:37: Und im Bewusstsein kann ich nur zwei Optionen gleichzeitig halten.

00:40:42: Also ich kann nur ja oder nein, rechts oder links, für oder gegen mich sozusagen.

00:40:47: Der Grund, warum wir uns alle auf Social Media streiten.

00:40:50: Weil wenn du nicht für mich bist, bist du gegen mich.

00:40:54: Und das ist so eine Schleife.

00:40:56: Also wenn ich zum Beispiel in der Entscheidung treffen will.

00:41:00: dann kann ich in meinem Bewusstsein, wenn ich darüber nachdenke, immer nur denken, ist eigentlich eine ganz gute Idee.

00:41:04: Wobei ist auch gefährlich, aber wenn ich es nicht mache, dann bin ich vielleicht auch nicht glücklich.

00:41:09: Also vielleicht sollte ich es doch machen, aber das bedeutet natürlich auch, das hat die und die Konsequenz.

00:41:13: Also das ist eine Schleife, weil ich immer nur hin und her springe zwischen ja und nein, ja und nein, ja und nein.

00:41:19: Und ich kann die Grautöne nicht wahrnehmen, weil ich... weil mein Gehirn es nicht kann.

00:41:24: Also wir denken ja immer, weil wir scheiße sind, weil wir zu blöd sind, weil wir es nicht gelernt haben, weil andere viel besser sind als wir, weil wir nicht gut genug sind, weil wir blablabla.

00:41:33: Die Bewertung, warum wir das nicht können, liegt immer bei uns und ist immer abwertend.

00:41:40: Dabei ist es einfach die Funktionsweise unseres Gehirns und nur die Information hilft ja meistens schon, dass man sich irgendwie da rausdingst.

00:41:49: Genau.

00:41:50: Also...

00:41:51: Spannend.

00:41:52: Ja.

00:41:53: Ja.

00:41:54: Ja, ich habe jetzt ganz schön viel geredet.

00:41:57: Ja, aber hochinteressant, also insofern...

00:42:01: Ich weiß nicht, ich hatte das Gefühl, wolltest du noch ein paar Fragen stellen?

00:42:04: Nee.

00:42:05: Achso, ich wollte eine Sache noch sagen, doch doch, weil ich wollte eine Sache noch sagen für das zweite sozusagen, das habe ich nicht gesagt, das sehe ich hier gerade, das steht noch auf meinem Zettel.

00:42:14: Das muss auf jeden Fall noch dazu, also in fünf Jahren nicht...

00:42:17: Also Zeit dazwischen

00:42:19: bei Herrings

00:42:20: machen sozusagen.

00:42:21: Und nicht Pinterest, das habe ich schon gesagt, aber ich habe es nicht richtig erklärt.

00:42:25: Also nicht Pinterest, nicht auf Instagram, nicht auf Kernware irgendwelche Moodbots erstellen, sondern das allerbeste ist Malen.

00:42:33: Genau.

00:42:34: Mit der Hand, die Kreativität liegt auch hinter der Angst, liegt auch in unserem Unbewussten.

00:42:40: Also versuchen sich nach innen zu fühlen und dann malen.

00:42:47: Einfach freien Lauf lassen mit Bundstiften.

00:42:51: auf dem großen Blatt Papier.

00:42:52: Egal, ob es scheiße aussieht oder nicht, total wurscht, einfach zu versuchen, die inneren Bilder auf Papier zu bringen, weil wir sie abspeichern sozusagen als Bild und das funktioniert häufig gut.

00:43:06: Also ganz konkret, du hast ein bisschen Zeit, du gehst los, machen Spaziergang, um Blut ins Hirn zu bringen.

00:43:14: Keine Kopfhörer, keine Dings.

00:43:15: Pasempartikos.

00:43:17: Dann die ersten zehn Minuten, die... Rot-Grün-Blau-Übung machen, dann nicht mehr, dann fließen lassen, nach Hause kommen und ein Bild malen.

00:43:25: Denn hinter der Angst liegt das, was du eigentlich willst.

00:43:29: Und egal, was du da malst, daraus kannst du dann dir überlegen, wie du einen Flock, eine Markierung, einen Marker setzt.

00:43:40: Und das wäre die intelligentere Variante, einen Neujahrsvorsatz zu machen.

00:43:44: Den lassen wir bitte, sondern wir machen es so.

00:43:46: Ja.

00:43:47: Ja.

00:43:48: Fühle ich gut zusammenfasst.

00:43:49: Okay.

00:43:50: Okay.

00:43:50: Alles klar.

00:43:51: Gut.

00:43:52: Dann kommen jetzt noch zwei Fragen.

00:43:54: Na ja.

00:43:55: Haben mich oder dich?

00:43:58: Das ist eine zu schwere Frage.

00:43:59: Das weiß ich nicht.

00:44:00: Nee, ich glaube an dich.

00:44:01: Okay.

00:44:02: Hallo ihr Lieben.

00:44:03: Vielen Dank für euren wundervollen Podcast.

00:44:05: Ich freue mich über jede neue Folge.

00:44:07: Ich durfte schon so viel lernen, auch von dir inkennen.

00:44:10: Denn selbst wenn deine Inhalte nicht im Vordergrund stehen, so finde ich jetzt immer unglaublich bereichert, wie du deine Fragen stellst und deine Haltung zu den Themen einnimmst.

00:44:18: Oh, dann hast du aber heute eine, heute gibt's eine, ich bin im Vordergrund.

00:44:23: Nun zu meiner Frage, ihr habt euch ja sehr eindeutig gegen Seehilfen positioniert.

00:44:28: Was ganz geil ist, weil ich sie trage, aber okay.

00:44:33: Ja, also so ganz allgemein gegen Seehilfen, das stimmt jetzt auch nicht, nur Gleitsichtbränen sind wohl ein ziemliches Problem.

00:44:39: Das ist auch nicht

00:44:42: die Frage.

00:44:43: Wie ist eure Meinung zu Hörgeräten?

00:44:45: Ich frage, weil ich besonders in sozialen Kontexten manchmal nicht gut höre und tatsächlich schon mit Anfang vierzig über ein Hörgerät nachdenke, besonders unter dem Aspekt der Demenzprävention.

00:44:57: Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren.

00:45:00: Ja, sehr spannende Frage.

00:45:04: Also hören ist ultra wichtig und nicht hören ist keine Option.

00:45:10: Also nicht hören ist wirklich eine hohe Bedrohung sozusagen, weil das ja bedeutet, dass alles, also wir machen ja wahnsinnig viel über das hören und orientieren uns im Raum.

00:45:17: überhören und Gefahr wird wahrgenommen.

00:45:19: überhören und also nicht zu hören ist keine Option.

00:45:22: Aber es gibt ja sehr viele unterschiedliche Geräte, die einem da helfen können, inzwischen auch richtig tolle.

00:45:28: Und eigentlich ist der Punkt, man muss es testen.

00:45:34: Zum Beispiel ist es ja so, dass Hörgeräte einfach direkten Einfluss haben auf den Gleichgewichtssinn.

00:45:39: Man kann, wenn man sich ein Hörgerät reintut und dann testet, gucken, hat das eine positive oder eine negative Wirkung auf meinen Gleichgewichtssinn.

00:45:47: Also wir haben ja sehr viele Inkursen, da du sagst, da ist doch schon viele Inhalte.

00:45:50: Also zum Beispiel so ein Test, wie komme ich tiefer?

00:45:53: Oder kann ich mit dem Hörgerät besser auf einem Bein stehen?

00:45:57: als vorher.

00:45:57: Also wenn ich jetzt recht rein tue, über die Frage, kann ich vom rechten Bein besser mithörgerät oder besser ohne Hörgerät stehen?

00:46:03: Dann gibt es ja wahnsinnig viele Faktoren.

00:46:05: Zum Beispiel ist es oft so, dass schlechtere Hörgeräte gut sind in der Ortung, aber nur in der Horizontalen, nicht in der Vertikalen.

00:46:13: Das heißt also, das Wahrnehmen von Geräuschen wird dann reduziert auf sozusagen... auf Höhe des Ohres und hohe und tiefe Geräusche werden nicht mitgenommen.

00:46:23: Und das ist zum Beispiel ein Punkt der wahnsinnig bedrohliches für das System, wo man dann wieder sagen könnte, okay, teste deinen Parasympathikus.

00:46:29: Packst du das Hörgerät rein und dein Parasympathikus ist aus.

00:46:32: Also ich weiß nicht, ob du schon irgendwo Parasympathikus-Tests gesehen hast.

00:46:36: Wir machen das ja sehr viel mit zum Beispiel einfach die Beweglichkeit der Halswirbelsäule.

00:46:41: Also wenn du ein Hörgerät reinpackst und kannst deinen Hals dann weniger weit nach rechts und links drehen, dann wäre das Geräten, ziemliche Bedrohung für dein Nervensystem.

00:46:53: Also mit solchen Tests würde ich versuchen, die Hörgeräte zu testen und eins zu finden, mit dem du klar besser bist als ohne.

00:47:03: Und natürlich kann man auch hören selber trainieren, das ist auch nochmal was anderes.

00:47:06: Also es ist wie... Bei allen sozusagen, also auch wie bei den Augen zum Beispiel, Augen kann man nicht trainieren, doch kann man, es gibt tausend Sachen die man trainieren kann, auch wenn die Schafsicht selber nicht so gut oder nur zum Teil zu trainieren ist.

00:47:19: Aber alle anderen Skills, und das ist auch beim Hören, dass zum Beispiel Ordnung viel wichtiger ist, als wie laute irgendetwas wahrnimmst.

00:47:28: Bereiche sind wichtig, also das auch in einem eigenen Bereich endlich richtig hören, keine Ahnung, da bin ich noch nicht.

00:47:33: Aber also Teste... verschiedene Hörgeräte und guck, ob du positive Assessments hast auf Gleichgewicht, auf Beweglichkeit, kannst du auch Kraft testen und auf Gefühl.

00:47:44: Du hast ja ein Gefühl, wenn du so ein Ding rein tust und du sagst, wow, geil, das hilft mir, dann ist das auch was sehr Positives.

00:47:49: Abgesehen dürfen sind Hörgeräte toll, weil nicht an der akustischen Welt teilnehmen können, ist eine Katastrophe.

00:47:56: Zweite Frage, hallo ihr beiden.

00:47:57: Vielen Dank für euren tollen Podcast.

00:47:59: Ich versuche mich an euren Tipps zu orientieren.

00:48:01: Ich bin zweiundvierzig Jahre und mache zweimal pro Woche Krafttraining, vor allem Grundübung wie Kreuz, Hebenkniebeuge, Schulterdrücken und so weiter.

00:48:10: Ich gehe laufen und habe trotzdem immer wieder... Nacken und Schulterprobleme.

00:48:15: Eine Physiotherapie vor ca.

00:48:16: zwei Jahren hat nichts gebracht.

00:48:18: Bei mir ist auffällig, dass meine rechte Schulter viel tiefer hängt als die linke.

00:48:22: Ich vermute, dass dies mit meinen Problemen korreliert.

00:48:26: Habt ihr Ideen, wie ich diese Problematik gezielt verbessern kann?

00:48:29: Ich mache schon Seiteben und versuche, die Innen- und Außenrotation mit Kurzhandeln zu trainieren.

00:48:36: Für Tipps wäre ich sehr dankbar.

00:48:38: Okay, cool.

00:48:40: Sie hatten ein Foto dazu geschickt?

00:48:41: Ja,

00:48:42: habe ich gesehen, wo die Rechte heute einfach tiefer ist.

00:48:45: Genau, also das weiß eigentlich super klar auf einen Neurosache hin.

00:48:50: Ziemlich sicher ist deine Rechte... Format theoretikulares, schlecht inaktiv.

00:48:56: Und was die macht, ist genau das, was man auf dem Bild da sieht.

00:48:59: Nämlich rechte Schulter tiefer, rechte Arm mehr innen rotiert, rechte Bein mehr außen rotiert.

00:49:06: Und das ist eine Sache, die hängt sehr eng mit dem Gleichgewicht zusammen.

00:49:10: Sehr sicher ist das Rechte.

00:49:13: Gleichgerechte, vertikale Gleichgewicht.

00:49:15: Schlechter, also trainiert ein rechtes, vertikales Gleichgewicht.

00:49:19: Und die Formatiorität klarer ist, das haben wir als Highlight auf Insta.

00:49:22: Da gibt es Übungen, die du machen kannst.

00:49:24: Aber das Highlight heißt anders?

00:49:26: Das Highlight heißt einseitige Probleme.

00:49:29: Das ist ziemlich weit hinten.

00:49:31: Aber das, was da ist, kannst du genauso umsetzen.

00:49:34: Werst du Linkshänderin, müsstest du es andersrum umsetzen, aber bist du nicht, weil sicher.

00:49:39: Und die... Diese Übung machst du dreimal am Tag und trainierst normal weiter.

00:49:49: Und wahrscheinlich wirst du ziemlich schnell sowohl die Nackenprobleme los als auch die Schulter nivellieren.

00:49:55: Und vom Training her wäre es sehr hilfreich, wenn du sagst, du machst hier aber trotzdem ein Press, dass du anfängst diese Übungen jetzt unilateral zu machen, weil bei solchen Sachen ist es sehr oft so, dass man bei den bilateralen Übungen stark verschiebt, weil die eine Seite viel schwächer ist, die rechte Seite ist in dem Fall viel schwächer als die linke.

00:50:12: Und deswegen kannst du nicht gleichmäßig belasten und deswegen wärst du total hilfreich, wenn du deinen Training umstellst auf ein beiniges Kreuzheben, ein beinige Kniebeuge, Bulgarian Split Squat, Ausfallschritte, irgendwas und einen armigen Press.

00:50:25: Und da erst mal guckst, dass du da Symmetrie aufbaust.

00:50:29: Ziel ist ungefähr die Hälfte von dem, was du bei den großen Übungen bilateral machst.

00:50:32: Und dann kannst du zurückkehren ins Bilaterale und da dann stärker werden.

00:50:37: Und kein Seithemen?

00:50:39: Irrelevant.

00:50:40: Okay.

00:50:41: Genau.

00:50:42: Alles klar.

00:50:44: Das waren die beiden Fragen und wir hoffen, ich hoffe, dass euch die Folge gefallen hat, weil heute mal anders.

00:50:54: Mir hat das sehr gefallen, das war ganz schön ein Dieb, was du da vorgetragen hast.

00:50:57: Sehr geil, sehr spannend.

00:50:59: Obwohl ich ja die viele Denkweisen kenne, das nochmal so zusammenzusehen, ist schon ziemlich geil, ist schon beeindruckend.

00:51:05: Erstaunlich, ich finde das, ja, das, danke.

00:51:11: zwar gar nicht mein Gefühl, aber okay.

00:51:14: Vielen Dank.

00:51:15: Okay, dann hoffen wir, dass euch das gefallen hat, dass euch das einen guten Start ins Jahr ermöglicht.

00:51:25: Eine schöne Woche euch und bis zum nächsten Mal.

00:51:28: Tschüss ihr Lieben.

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